Situation
Im April und Mai 2025 wollte ich vor allem eines: eine funktionierende Website für mein Ingenieurbüro.
Sie sollte sichtbar sein, meine Angebote verständlich zeigen und es Interessierten leicht machen, mit mir in Kontakt zu kommen.
Dafür habe ich zunächst den Website-Baukasten von IONOS genutzt. Aus der geplanten schnellen Lösung wurden fast zehn Wochen intensiver Arbeit. Ich habe viel ausprobiert, immer wieder angepasst und dabei gemerkt, wie wichtig mir eine Website ist, die zu mir und meiner Arbeit passt.
Am Ende war ich online und erreichbar. Für diesen Zeitpunkt war das entscheidend.
Im Juni 2026 kam dann die nächste Veränderung. Die geplante Migration führte dazu, dass ich meine technische Lösung noch einmal neu betrachten musste. Gleichzeitig stand Ende Juni der CAIDAO-Newsletter an. Dadurch würden viele Menschen zum ersten Mal auf meine Website kommen.
Ich brauchte also schnell eine neue, verlässliche Lösung.
Zuerst habe ich WordPress installiert. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass mir der direkte Weg über HTML besser liegt. Ich wollte selbst sehen, was ich verändere, die Struktur direkt beeinflussen und die Website möglichst schlank halten.
Also bin ich direkt auf HTML gegangen. Damit begann ein Projekt, das mir sehr entsprochen hat: ausprobieren, prüfen, verbessern und weiterbauen.
Herausforderung
Das Ziel war klar: Die Website sollte rechtzeitig online gehen, funktionieren und meine Angebote verständlich zeigen.
Ich bin deshalb ähnlich vorgegangen wie in anderen Projekten auch. Zuerst habe ich geklärt, was bis zum Newsletter unbedingt fertig sein musste. Danach habe ich die weiteren Themen Schritt für Schritt ergänzt.
Dazu gehörten Grundstruktur, Navigation, Angebote, Kontaktmöglichkeiten, Datenschutz, Bilder, Ladezeiten, interne Verlinkungen, mobile Darstellung und Auffindbarkeit bei Google.
So wurde aus einer großen Aufgabe eine Reihe kleiner, machbarer Schritte. Genau das hat mir geholfen, ins Handeln zu kommen und den Überblick zu behalten.
KI als Sparringspartner
KI wurde dabei zu meinem Sparringspartner.
Ich habe ein konkretes Problem beschrieben, mir mögliche Ursachen erklären lassen und verschiedene Lösungswege verglichen. Danach habe ich die passende Variante direkt umgesetzt und geprüft, was sich verändert.
Mit der Zeit wurden auch meine Fragen genauer. Am Anfang waren sie eher allgemein: Wie kann ich meine Website verbessern?
Später wurden sie konkreter: Welche Datei bremst gerade den Seitenaufbau? Welche Bildgröße wäre an dieser Stelle sinnvoll? Welche Änderung bringt aktuell den größten Effekt? Wie kann ich die mobile Darstellung verbessern? Welche Inhalte sollte Google leichter verstehen können?
Diese kleinen Fragen haben für mich besser funktioniert als ein großer Prompt für die ganze Website. Ich musste mir immer nur genau das Wissen erschließen, das ich für den nächsten Schritt brauchte. So habe ich während der Umsetzung gelernt.
Von ungefähr 50 auf bis zu 100 Punkte
Ein wichtiges Werkzeug war für mich Google PageSpeed Insights. Dort konnte ich sehen, wie schnell die Seite lädt und an welchen Stellen sich noch etwas verbessern lässt.
Meine ersten Werte lagen ungefähr bei 50 Punkten. Mit vielen kleinen Anpassungen ging es Schritt für Schritt weiter: 77, 82, 85 und schließlich zeitweise bis auf 100 Punkte.
Das war für mich ein schönes Ergebnis. Gleichzeitig war mir klar: Der Messwert ist nur ein Teil des Ganzen.
Eine Website kann technisch schnell sein und trotzdem unklar wirken. Deshalb habe ich PageSpeed als Orientierung genutzt. Entscheidend blieb für mich die Frage:
Was sich bei der Suche verändert
Während ich an der Website gearbeitet habe, bin ich tiefer in Themen wie SEO, AEO, GEO und AIO eingestiegen. SEO kannte ich zumindest grob. AEO und GEO waren für mich zunächst neu.
Vereinfacht geht es darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von klassischen Suchmaschinen und von KI-gestützten Antwortsystemen gut verstanden werden können.
Das fand ich spannend, weil sich die Art der Suche deutlich verändert. Menschen suchen weiterhin bei Google. Gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen ChatGPT, Gemini oder Perplexity, um erste Antworten, Einschätzungen oder Empfehlungen zu bekommen.
Für Websites bedeutet das aus meiner Sicht: Sie sollten für Menschen klar sein und gleichzeitig so aufgebaut sein, dass digitale Systeme ihre Inhalte gut einordnen können.
Einen wichtigen Impuls dazu habe ich durch die Arbeit von Nina Le Viseur / Story Hacker bekommen. Ihre Perspektive auf AEO, GEO und moderne Sichtbarkeit hat mir geholfen, viele einzelne technische Maßnahmen in einen größeren Zusammenhang zu bringen. Ein bestätigter öffentlicher Profil- oder Website-Link liegt mir hier noch nicht vor, deshalb verlinke ich sie an dieser Stelle bewusst noch nicht.
Aus diesem Austausch entsteht inzwischen auch die Idee für einen gemeinsamen Vortrag. Der geplante Termin ist bereits auf meiner Terminseite notiert; der Anmeldelink folgt dort, sobald er freigegeben ist.
Was ich dabei gelernt habe
Im Kern ging es bei diesem Projekt für mich um drei Dinge.
Lernfähigkeit: Ich habe mir genau das Wissen erschlossen, das ich für den nächsten Schritt gebraucht habe. Ich musste vorher kein Webentwickler sein. Ich musste bereit sein, Fragen zu stellen, auszuprobieren und weiterzulernen.
Projektfähigkeit: Die Aufgabe war groß und der Zeitrahmen klar. Durch Prioritäten, kleine Arbeitspakete und regelmäßige Prüfungen wurde sie handhabbar. Genau das ist für mich Projektfähigkeit: aus einer offenen Situation einen gangbaren nächsten Schritt machen.
KI als Sparringspartner: KI hat mir geholfen, schneller von einer Frage zu einer umsetzbaren Lösung zu kommen. Sie hat mir Zusammenhänge erklärt, Varianten gezeigt und Ideen geliefert. Die Entscheidungen habe ich selbst getroffen.
Was bedeutet das für Berufe wie Webdesign?
Während des Projekts habe ich mich immer wieder gefragt, was diese Entwicklung für Berufe wie Webdesign bedeutet.
Viele technische Aufgaben lassen sich heute schneller bearbeiten. Code kann vorgeschlagen werden. Fehler können eingegrenzt werden. Bilder können geprüft werden. Texte können strukturiert werden.
Dadurch werden andere Fähigkeiten noch wichtiger: Ziele eines Kunden verstehen, gute Fragen stellen, Inhalte priorisieren, Nutzerführung gestalten, Wirkung einschätzen, Qualität beurteilen, Verantwortung übernehmen, verständlich kommunizieren und Feedback aufnehmen.
KI kann viele Möglichkeiten anbieten. Menschen entscheiden, was passt.
Diese Beobachtung verbindet sich für mich auch mit meinem Praxisbericht zum Job-Futuromat und KI-Lernfragen. Berufe verändern sich häufig über einzelne Tätigkeiten. Manche Aufgaben werden schneller, andere gewinnen an Bedeutung und neue kommen hinzu. Darin sehe ich viele Chancen für Weiterbildung und Entwicklung.
Learning
Rückblickend begann alles mit dem Wunsch nach einer funktionierenden Website. Daraus wurde ein Lernprojekt, das deutlich weiter ging.
Der Newsletter gab mir einen klaren Termin. Meine Projektfähigkeit half mir beim Strukturieren. KI unterstützte mich als Sparringspartner. PageSpeed machte technische Fortschritte sichtbar. Menschliches Feedback zeigte mir, wie die Seite tatsächlich wirkt.
Genau diese Verbindung finde ich heute besonders spannend: Lernfähigkeit, Projektfähigkeit, KI und menschliches Feedback können gemeinsam sehr schnell zu brauchbaren Ergebnissen führen.
Impuls
Neben allen Messwerten bleibt menschliches Feedback für mich besonders wertvoll.
PageSpeed zeigt mir, wie schnell die Seite ist. Menschen zeigen mir, wie sie wirkt.
Deshalb freue ich mich über Rückmeldungen von allen, die sich auf meiner Seite umsehen:
Weiterführende Verweise
Website, KI und Sichtbarkeit sortieren?
Ich begleite Menschen und Organisationen dabei, komplexe digitale Themen in verständliche nächste Schritte zu übersetzen.
